Schach-Ausstellung in Nordhausen / Thüringen
Schach - Durch Welten und Zeiten
Sonderausstellung im Museum Tabakspeicher
Vernissage, Samstag, 14. März 2026, 16:00 Uhr
Ende der Ausstellung Sonntag, 7. Juni
Aus der Ankündigung des Museumsleiters Jürgen Rennebach:
Die neue Sonderausstellung, die von Oberbürgermeister Kai Buchmann eröffnet wird, geht der schier unvorstellbaren Komplexität dieses auch als „geistige Folter“ bezeichneten Spieles nach. Schach hat zeitlose und universelle Anziehungskraft. Bei diesem königlichen Brettspiel ist es wie bei einer Liebeserklärung: Die Konsequenzen sind unabsehbar.
In Kooperation mit dem Schachclub 1951 Nordhausen e.V. werden spannende Turniere stattfinden.
Wertvolle und höchst originelle Leihgaben aus allen Zeiten stellen die beiden einzigen deutschen Schachmuseen in Ströbeck und Löberitz (Sachsen-Anhalt) dankenswerterweise zur Verfügung.
Siegfried Schönle, Helsa
Siehe auch:
Einladung des Archivvereins Hansestadt Wismar
Vorträge von Siegfried Schönle am 11.11.2025 zu
Schach im DP-Lager Landsberg und im Ghetto Terezín / Theresienstadt
Bericht des Archivleiters Dr. Nils Jörn
Sachbericht zur Veranstaltung „Schach im Konzentrationslager Theresienstadt“ mit Schülern des Gerhart-Hauptmann-Gymnasiums Wismar mit Herrn Siegfried Schönle aus Kassel
Schach und Film
Dies ist die 6. Ausstellung der Schach- und Kulturstiftung G.H.S. und - wie schon gewohnt - wird sie begleitet durch einen Katalog in ausgesprochen guter Druckqualität, mit zahlreichen farbigen Abbildungen vor allem aus den Sammlungen Siegfried Tschinkel und Walter Rädler sowie aus dem Archiv des Herausgebers Georg Schweiger zum Thema.
Einladung zum CCI-Treffen in Nürnberg – 31. Oktober bis 2. November 2025
Thomas Thomsen, Mitglied der Chess Collectors International (CCI), hat uns über das bevorstehende CCI-Treffen informiert, das vom 31. Oktober bis 2. November 2025 in Nürnberg, Deutschland, stattfinden wird. Auch diesmal sind alle Mitglieder von CH&LS herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Im Anhang finden Sie die offiziellen Einladungen in deutscher Sprache.
Weitere Informationen sind außerdem auf der CCI-Webseite verfügbar:
https://chesscollectorsinternational.org/news/coming-up-german-chess-collectors-meeting-from-october-31st-november-2nd-2025-in-nuremberg/
Chronik der Schach-Gesellschaft „Roland“ Weißenfels a.d.S.
von Siegfried Schönle
Wer wissen möchte, wo Weißenfels liegt, muss die S. 351 des neuesten lokalgeschichtlichen Werkes der Brüder Konrad und Markus Reiß aufschlagen. Ein umfängliches Werk von 502 Seiten, Farbdruck, zahlreiche Faksimiles, Fotos und diversen Abbildungen.
Mit diesem Buch will das Schachmuseum Löberitz die handschriftlichen Dokumente als kommentierte und transkribierte Faksimile einer größeren Personengruppe zugänglich machen und somit deren Inhalt sicherer für die Nachwelt erhalten.
Für das Schachmuseum Löberitz enthalten die Protokolle wichtige Unterlagen zur Vervollständigung der schachlichen Historie in Sachsen-Anhalt, also ein Glücksfall. Das Schachmuseum Löberitz fühlt sich der schachlichen Traditionspflege in Mitteldeutschland verpflichtet.
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150 Jahre Schachklub St. Gallen (Schweiz)
GM Dr. phil. Robert Hübner (6.11.1948 - 4.1.2025)
- nicht nur ein Schach-Genie -
von Siegfried Schönle
Vorab diese Bemerkung vor allem Anderen:
Auf wenigem Raum in diesem Artikel das schachliche und wissenschaftliche Wirken des verstorbenen GM Dr. phil. Robert Hübner (6.11.1948 - 4.1.2025)[1] angemessen zu würdigen, ist schier nicht möglich. Der Autor möchte auch dafür um Verständnis bitten, dass er über Dr. Robert Hübner eigentlich nur Weniges mitteilen kann. Zu geringes Wissen und mangelnde Sprachkenntnisse sind hierfür verantwortlich.
Stattdessen sollen hier, in Anlehnung an seinen eigenen Buchtitel Elemente einer Selbstbiographie (Berlin, Edition Marco 2015) einige „Elemente“ seiner Biographie in die Erinnerung des Lesers gerufen werden.
Damit wird der Versuch unternommen, vielleicht die weniger bekannten Seiten und Interessen seiner Persönlichkeit hervorzuheben.
Eine Sichtung zu seinen Einträgen in acht englisch- und deutschsprachigen Lexika ergab ein ziemlich einheitliches Bild: Geburtsdatum; mit 5 Jahren Schach gelernt; seine Erfolge in Jahrzehnten nach Büsum 1968 (siehe Foto unten); mehrfacher WM-Kandidat in ca. 20 Jahren; Teilnahme in 6 WM-Zyklen; Papyrologe; unterschiedliche Gewinnpartien zum Abschluss der Artikel.
Der inhaltliche Schwerpunkt der Beiträge in den Lexika liegt, durchaus verständlich, auf dem schachlichen Werdegang. – So weit so gut!
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Geld regiert die (Schach-)Welt
In der deutschen Schachzeitschrift Schach veröffentlichte unser Präsident Frank Hoffmeister kürzlich einen Artikel über die Schwierigkeiten von Weltmeistern und ihren Herausforderern, Sponsoren für ihre Spiele zu finden. Mit freundlicher Genehmigung des Herausgebers, unseres Mitglieds Raj Tischbierek, finden Sie im Anhang seinen Beitrag
Schach im DP-Lager Landsberg und im Ghetto Terezín / Theresienstadt
Schwarzweiße Wege der Forschung zu Nathan Markowsky und Isidor Schorr
Bemerkungen zum aktuellen Buch von Siegfried Schönle aus Kassel
von Konrad Reiß
Früher bin ich oft durch Theresienstadt gefahren. Der Ort lag an der Route zur Schneekoppe, wo mein Verein, die Schachgemeinschaft 1871 Löberitz, jedes Jahr um Ostern herum einige Tage das Schachspiel mit dem Urlaub verbindet.
Jedes Mal, wenn ich durch den Ort fuhr oder selbst nur das Wort Theresienstadt hörte, muss ich an das Elend denken, das jüdische Menschen dort auszustehen hatten. Gleichzeitig verdunkeln Szenen aus dem Propagandafilm der Nazis mit dem Titel „Der Führer schenkt den Juden eine Stadt“1 meinen Sinn.
Perfider und perverser kann das Ghetto Theresienstadt nicht bezeichnet werden. Nun, das Lager war kein Vernichtungslager, diente aber dennoch als Vorhof zur Hölle. Diese Höllen gab es als Hauptlager (24) und als Außenlager (1.000) zwischen ca. 1933 und 1945. Sie trugen die Namen Auschwitz, Majdanek, Belcek, Sobibor oder Treblinka.
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Interview mit Herbert Bastian zum Buch Chapais – Das revolutionäre Schachmanuskript von Gaspard Monge
A. Herbert Bastian: Wer ist der Autor?
Der Autor ist Jahrgang 1952. Nach dem Abitur und dem Militärdienst hat er Mathematik und Physik bis zum 2. Staatsexamen studiert, danach zunächst als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Experimentalphysik geforscht und anschließend als Studienrat an einer Gesamtschule gearbeitet.
Stationen als Schachspieler: Deutscher Pokalsieger 1976, 20 mal Saarländischer Meister, 27 Teilnahmen an der Deutschen Einzelmeisterschaft, 10 Jahre Bundesliga für den Münchner Schachclub von 1836, seit 1986 Inhaber einer A-Trainer-Lizenz, Internationaler Meister seit 2005, 14 Einsätze als Nationalspieler.
Stationen als Funktionär: Von 1992 bis 2016 Präsident des Saarländischen Schachverbandes, 2004–2011 Sprecher der Landesverbände im Deutschen Schachbund, 2011–2017 Präsident des Deutschen Schachbundes, seit 2023 Ehrenpräsident, 2014–2018 Vizepräsident der FIDE, derzeit Beauftragter des DSB für Deutsch-Französische Beziehungen. 2017 Verleihung der Ehrennadel des Deutschen Olympischen Sportbundes, erstmalig an einen Schachsportler.
Publikationen (Auswahl): La France et son apport dans le jeu d’échecs en Europe (2022), gemeinsam mit Prof. Dr. Frank Hoffmeister und Jean-Olivier Leconte, aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der Fédération Française des Échecs.
B. Siegfried Schönle:
Der Interviewer ist Sammler von Schachszenen in der deutschen Literatur und an der Kulturgeschichte des Spiels interessiert.