Ankündigungen

 



Gründung der Ken Whyld Association

Zweite Etappe:
Gründungsversammlung
in Braunschweig






Das Auktionshaus Klittich-Pfankuch am Theaterwall


Zurück aus Wolfenbüttel gab es im Auktionshaus am Theaterwall eine wohlverdiente Pause, die bei Bier vom Faß und kleinen Leckereien für gleichbleibend gute Laune bei den Gästen sorgte. Da mittlerweile auch jene Teilnehmer eingetroffen waren, die nicht mit nach Wolfenbüttel konnten, begann die Gründungsversammlung mit leichter Verspätung im Auktionssaal gegen 17 Uhr 30.




1. Reihe
: Christine Möhle und Godehard Murkisch
2. Reihe: Frank Schubert, Henri Serruys und Wolfgang Remin


Im Anschluss an eine kurze Begrüßung durch den Gastgeber Roger Klittich gab Jurgen Stigter eine erste Einführung zur Ken Whyld Association, die nochmals die grundlegenden Ziele und Konzepte unserer Vereinigung in Erinnerung brachte, so wie sie ursprünglich in der „Amsterdam-group“ entwickelt worden waren. Die wesentlichen Inhalte dieser Präsentation können in der „Marburg Presentation“ (siehe Link) rekapituliert werden. Außerdem stellte Jurgen mit etlichen Fotos jene Mitglieder der „Amsterdam-group“ vor, die leider nicht nach Braunschweig kommen konnten.




Links: Rolf Littorin, Calle Erlandsson und Tony Gillam
Rechts: Matthias Limberg

Danach wurden von Michael Negele die vier wesentlichen Ziele der KWA vorgestellt, die in dieser Form auch in der Satzung verankert sind. Diese Ziele fanden die generelle Zustimmung der Versammlung, so dass eine kurzfristige Erweiterung oder Modifizierung derselben nicht ins Auge gefasst werden muss.

Ein Zeitraffer-Streifzug durch die Seiten der KWA-Homepage, der von Ralf Binnewirtz (aus technischen Gründen) offline durchgeführt wurde, erinnerte u. a. nochmals an unsere Verstorbenen, Ken Whyld und Horst Lüders, die beide mit einer Gedenkseite angemessen gewürdigt werden. Die gelungene Arbeit des Webmasters wurde allseits mit freundlichem Beifall honoriert. Auf die Möglichkeit, eigene Mitgliederseiten einzurichten, wurde hingewiesen. Hiermit soll interessierten Mitgliedern gegen eine geringe Kostenbeteiligung ein dem Layout der KWA-Seite angepaßter individuellen Auftritt angeboten werden. Nähere Modalitäten sind mit dem Webmaster abzustimmen.




Roger Klittich, Jurgen Stigter und Ralf Binnewirtz


Den umfangreichen Part der Präsentation und Diskussion sämtlicher Satzungsartikel übernahm wiederum in gewohnt routinierter Form Michael Negele. Da die Details der Satzung auf der KWA-Homepage eingesehen werden können, sollen sie an dieser Stelle nicht weiter ausgebreitet werden.
Ebenso wurden von Michael Negele die vorgeschlagenen Vorstandsfunktionen vorgestellt sowie die Rolle möglicher weiterer assoziierter Vorstandsmitglieder. Für die letzteren wurde von Tony Gillam der Terminus „co-opted, non-voting members“ (hinzugewählte, nicht stimmberechtigte Mitglieder des Vorstandes) vorgeschlagen, der auf breite Zustimmung stieß. Eine weitere Anregung von Rudolf Glenk, die Zirkulare zukünftig auch in gedruckter Form zu verteilen, wurde ebenfalls positiv aufgenommen.




Michael Negele, Juan Morgado und Peter Holmgren


Jurgen Stigter ergriff anschließend das Wort, um die Finanzen / das Budget der KWA für das erste Vereinsjahr, also 2004, zu beleuchten. Eine gesunde finanzielle Basis scheint durch die erfreulich hohe Mitgliederzahl zum Start, eventuell unterstützt durch zusätzliche freiwillige Zuwendungen, gewährleistet.

Folgende generelle Aussagen zur Finanzierung wurden gemacht:

1) Zur Abdeckung eventueller Anschubkosten (Website, Server) wird sich der Vorstand um mindestens 10 Startspenden für die KWA bemühen.
2) Eine Software-Lösung (MARK) zum Import und Export von bibliographischen Aufzeichnungen soll angeschafft werden.
3) Aufgrund des großzügigen Sponsoring durch das Haus Klittich-Pfankuch entstanden durch das Gründungstreffen keine Kosten für die KWA. Der Reprint von Ken Whylds "Chess Reader" wird den Mitgliedern als Startgeschenk überreicht; die Kosten der Herstellung werden von Vlastimil Fiala (Herausgeber) und Jurgen Stigter (Materialkosten) getragen.
4) Eventuell verbleibende Überschüsse aus den Anschubfinanzierungen werden dem laufenden Budget der KWA zugeführt; mögliche Fehldeckungen müssen dem durch die Mitgliederbeiträge in 2004 eingenommenen Vereinsetat entnommen werden.
5) Publikationen durch die KWA können eine Anschubfinanzierung benötigen (z.B. Übersetzungs-Honorar), die nicht vollständig aus den Erträgen zurückfließt. Solche Projekte werden der Mitgliederversammlung vorgestellt, die über die Durchführung jeweils entscheidet.
6) Die Verwaltungskosten sind niedrig zu halten. (Kaum Postgebühren wegen Email-Verteilung; möglichst geringe Bankkosten)


Tony Gillam, Jurgen Stigter und Tomasz Lissowski



Die Ausführungen von Jurgen Stigter zum Thema Datenbank beschränkten sich (aus Zeitgründen) im Wesentlichen auf die Demonstration verschiedener Suchabfragen bzw. der möglichen Kombinationen von Suchbegriffen. Zum Zeitpunkt der KWA-Gründung war die online-Verknüpfung von der Homepage zur Datenbank bzw. zum Katalog noch nicht realisiert.

Das erste Buchprojekt der KWA, die Herausgabe einer deutschsprachigen Zukertort-Biographie, wird von Thomas Lemanczyk (Übersetzer), Tomasz Lissowski und Michael Negele gemeinsam angegangen.
Für die geplante Herausgabe, basierend auf der polnischen Zukertort-Biographie von C. W. Domanski und T. Lissowski (Warschau 2002), diskutierte Michael Negele ein realistisches Finanzierungsmodell.
Ein (deutscher) Verlag muss noch gefunden werden. (Postskriptum: Siehe Publikationen)

Andreas Saremba schlug die Möglichkeit "Book on demand" als mögliche Publikationsform zur Prüfung vor. Weiterhin regte er die elektronische Hinterlegung von historisch bedeutsamer Schachliteratur auf der Website zur freien Verfügung aller Interessenten an.





Manfred Mittelbach und Hans-Jürgen Fresen



Nach einer Pause, die einige Teilnehmer noch nutzten, um ihre KWA-Mitgliedschaft durch Eintrag in die Mitgliederliste zu bestätigen, wurde das Votum für die Gründung der KWA vorgenommen, die einhellig erfolgte.
Damit war die Ken Whyld Association offiziell gegründet.
Die nachfolgende Wahl des Vorstands bestätigte die vorgeschlagenen Kandidaten in ihren Ämtern und verlief gleichfalls ohne Gegenstimme. Neben Jurgen Stigter und Michael Negele stellten sich die anwesenden Schachfreunde Peter Holmgren (stellvertretender Vorsitzender), Hans Engberts (Schatzmeister), Roger Klittich (Rechtsberater) und Juan Morgado (Vertreter für Lateinamerika) mit kurzen Worten vor.



Juan Morgado und Joop Jansen


Ein freundliches Schlusswort von Herrn Roger Klittich beendete die Versammlung, die Teilnehmer konnten anschließend noch in geselliger Runde auf einen erlebnisreichen Tag zurückblicken und mit Spannung der Auktion entgegenfiebern.



Jurgen Stigter, Henri Serruys und Ralf Binnewirtz



Die ursprünglich geplante 1. Vorstandssitzung nach Gründung mußte wegen des engen Zeitplanes und der Abreise Hans Engberts verschoben werden und ist nun für den 29.11.2003 in Amsterdam geplant (Jurgen Stigter, Peter Holmgren und Hans Engberts).

Abschließend sei nochmals ausdrücklich unserem Gastgeber-Ehepaar, Frau Adelheid Klittich-Pfankuch und Herrn Roger Klittich für Ihre großzügige Gastfreundschaft in Ihrem Hause gedankt, ohne die eine so erfolgreiche Durchführung unserer Gründung der KWA schwerlich möglich gewesen wäre.

 



Das Ehepaar Klittich
(im Mai 2001)






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