Ankündigungen

 




Grabstätten bekannter Schachmeister
und Schachpersönlichkeiten



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Arnold Schottländer
* 2. April 1854 Ziębice (Münsterberg, Polen)  † 9. September 1909 Breslau
Beigesetzt auf dem Jüdischen Friedhof von Breslau.

Foto vom Besuch in Breslau 2008 (
KWA-Exkursion nach Breslau).





Sein Körper war schwach,
sein Geist aber stark.






Berthold Lasker

* 31. Dezember 1860 Berlinchen (Barlinek)  † 19. Oktober 1928 Berlin
Beigesetzt auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee.

Foto vom Besuch des Friedhofs 2006 (Unterwegs zu "mystischen Orten"...).





Grab von Berthold Lasker und seiner Ehefrau
Regina, geb. Cassriel (1868-1928)





Horatio Caro
* 5. Juli 1862 Newcastle-upon-Tyne   † 15. Dezember 1920 London
Beigesetzt auf dem Jüdischen Friedhof von East Ham, London (Section E Row 18 Plot 14). Quelle: www.ecforum.org.uk/...

Fotos erhalten von Gordon Cadden.









Emanuel Lasker
* 24. Dezember 1868 Berlinchen (Barlinek)  † 11. Januar 1941 New York
Beigesetzt auf dem Beth Olom Cemetery, Queens, New York.

Fotos erhalten von Andreas Saremba.













Harry Nelson Pillsbury
* 5. Dezember 1872 Somerville, Massachusetts  
† 17. Juni 1906 Philadelphia, Pennsylvania
Beigesetzt auf dem Laurel Hill Cemetery in Reading, Massachusetts

Link: www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=gr&GRid=13110589




Aron Nimzowitsch
* 7. November 1886 Riga   † 16. März 1935 Kopenhagen
Beigesetzt auf dem Bispebjerg-Friedhof, Kopenhagen, in einem "Doppelgrab" mit

Jens Enevoldsen
* 23. September 1907 Kopenhagen  † 23. Mai 1980

Fotos vom Nordischen KWA-Treffen im April 2006.







José Raúl Capablanca y Graupera
* 19. November 1888 Havanna  † 8. März 1942 New York
Beigesetzt auf dem "Cementerio de Cristóbal Colón" in Havanna.

Zwei Fotos von Calle Erlandsson [Calle Erlandsson in Kuba (2007)]:




Marmor-König auf Capablancas Grab
und
Grabinschrift






Weitere Fotos stellte uns Michael Sheehan (Berrylands, Surbiton, GB) zur Verfügung, von ihm selbst aufgenommen im Januar 2012.
Zum Vergrößern anklicken:





 



Ausschnitt-Vergrößerung







Richard Réti
* 28. Mai 1889 Pezinok, CSR   † 6. Juni 1929 Prag
Beigesetzt auf dem Zentralfriedhof in Wien.

Fotos vom regionalen KWA-Treffen in Wien 2010
.


 




Alexander Alexandrowitsch Aljechin
* 31. Oktober 1892 Moskau  † 24. März 1946 Estoril, Portugal
Beigesetzt auf dem Montparnasse-Friedhof in Paris (wo auch Lew Polugajewski begraben ist).

Das Grab wurde am 26.12.1999 durch einen starken Sturm schwer beschädigt und später wieder restauriert.

Foto von Michael Negele (im November 1990).





Zum Vergrößern anklicken!




Die nachstehenden Fotos und detaillierten Informationen erhielten wir von unserem französischen Mitglied Alain Biénabe (Bordeaux).
Fotos © Denis Teyssou (2004/7).

Aljechin wurde am 16. April 1946 in Lissabon beigesetzt.
Im Jahre 1956 wurde seine Asche überführt zum Montparnasse-Friedhof in Paris (Sektion 8).






Das Grab wurde am 25. März 1956 erichtet von FIDE-Präsident Folke Rogard (Schweden), Wjatscheslaw Ragosin (UdSSR), Marcel Berman Vize Präsident (Frankreich), Weltmeister Michail Botwinnik (UdSSR), Gian Carlo dal Verme (Italien) und Pierre Dierman (Belgien).
Auf seinem Grab, das mit einem Schachbrett ausgestattet wurde, ist sein Name in kyrillischer und römischer Schrift eingraviert:








Die Inschrift lautet (übersetzt):

Alexander Aljechin
Schachgenie Russlands und Frankreichs
1. November 1892 - 25. März 1946
Schachweltmeister von 1927 bis 1935 und von 1937 bis zu seinem Tode
Grace Alekhine geb. Wishar (1876-1956)

Das Grab wird überragt von einem Flach-Relief, das Aljechin beim Schach zeigt (Skulptur von A. Baratz):






Zerstört im Dezember 1999 (infolge eines Sturms und eines auf das Grab herabgestürzten Baums), wurde das Grab exakt mit den gleichen Materialien wiederhergestellt.





Nach dem Sturm



Die Fertigstellung - mit Unterstützung und Finanzierung des Kulturdienstes der Russischen Botschaft (sie allein zahlten die Rechnung von über 20 000 Euro) - erfolgte Anfang 2003.


Unser italienisches Mitglied Santo Daniele Spina schickte uns seinen Artikel La tomba di Alekhine, erschienen in L’Italia Scacchistica Nr. 1205, Dezember 2008, S. 489 (zum Vergrößern anklicken):

Foto von Arcangelo Blandini im Archiv Aldo Clementi.



Ein PDF des Artikels mit zwei zusätzlichen Abbildungen:
Una foto originale della tomba di Alekhine




Ergänzende Links:
en.wikipedia.org/wiki/File:Alekhine_tombe.jpg
commons.wikimedia.org/wiki/File:Detail_of_grave_of_Alexander_Alekhine..._
www.findagrave.com/cgi-bin/fg.cgi?page=pv&GRid=7312






Klaus Junge
* 1. Januar 1924 Concepción, Chile  
† 17. April 1945 gefallen bei Welle, Lüneburger Heide
Beigesetzt auf dem Friedhof Welle (Landkreis Harburg, Niedersachsen).

Foto von Andreas Saremba (2011).






Zum Tod von Klaus Junge sind nachstehend drei Zitate angeführt, die wir den verlinkten Webseiten entnehmen:

www.denkmalprojekt.org/2009/kellinghusen_frdh_junge_wk2_ns.htm - Eine dort abgebildete Gedenktafel führt neben Klaus drei weitere gefallene "Junge" auf, vermutlich Brüder von Klaus Junge (siehe Geburtsdatum und -ort!).

Klaus Junge kam im Jahre 1928 mit seiner aus Dithmarschen stammenden Familie von Chile nach Hamburg zurück und lebte dort im Uhlenhorster Weg 37. Er war ein exzellenter Schachspieler, der schon als kommender Schachweltmeister gehandelt wurde. In den letzten Kriegstagen sollte er mit einer Gruppe von 10 Soldaten in Welle im Landkreis Harburg die anrückenden englischen Panzer mit Panzerfäusten aufhalten. Die Bevölkerung wollte sich ergeben, wurde aber unter Drohungen gezwungen, die herausgehängten weißen Fahnen wieder einzuholen. Bei den folgenden Kämpfen wurde auch der Ort beschossen und teilweise großer Schaden angerichtet. Am nächsten Tag wurden die Leichen von Klaus Junge und fünf anderen Soldaten gefunden und zusammen mit ihren Panzerfäusten begraben. Diese hat man dann im Oktober 2008 bei Restaurierungsarbeiten an den Gräbern gefunden. Quelle: Bericht von Frau Elsbe Rabe, Nichte von Klaus Junge und Artikel im Nordheide-Wochenblatt v. 29. Nov. 2008.


http://denkmalprojekt.org/2011/welle_friedhof_wk2_ns.html:

Welle (Friedhof), Landkreis Harburg, Niedersachsen
PLZ 21261
Auf dem Friedhof befinden sich Kriegsgräber aus der Endphase des Zweiten Weltkrieges. – Hierzu findet sich in dem Buch "Krieg in der Heimat" von Ulrich Saft beschrieben, dass der auf dem Friedhof beigesetzte Leutnant Klaus Junge in Welle am 17.4.1945 etwa zwölf Versprengte gesammelt hatte, darunter auch auch Marineartilleristen, die am 16.4.1945 Schneverdingen verteidigten. Als britische Angriffsspitzen in den Ort fuhren, wurden sie mit Panzerfäusten beschossen. Der Leutnant und zwei Soldaten fielen in den Kampfhandlungen und wurden auf dem Weller Friedhof beigesetzt.


www.schachfreunde-sasel.de/presse/Schachfreund_Dezember 2010.pdf:

Artikel MEISTER DES SCHACH – KLAUS JUNGE (1924-1945) in
Schachfreund Dezember 2010, Zitat S. 12f.
... Zumindest die letzte Frage beantwortet Helmut Riedl auf der Suche nach dem genauen Todestag von Klaus Junge selbst. Er führt ein Zitat an, in dem von einem Klaus I. gesprochen wird, bei dem es sich um Klaus Junge handeln soll:
"Leutnant Klaus I. hatte dort [bei Welle in der Lüneburger Heide] ungefähr ein Dutzend Versprengter gesammelt. Unter diesen waren auch Marineartilleristen, die noch am Vortag in Schneverdingen gekämpft hatten. Die Zivilbevölkerung hatte den Soldaten von der reichlich vorhandenen Milch angeboten und den Ort verlassen. Von Leutnant I. hatten sie den Eindruck, als ob er den Krieg noch gewinnen wolle. Als die ersten britischen Panzer nach Welle hineinrollten, wurden sie mit Panzerfäusten beschossen. Kurz darauf standen die Schmiede und ein Haus in der Moorstraße in Flammen. Leutnant I. und zwei weitere Soldaten fielen. Alle drei wurden später zusammen mit fünf Opfern der Luftangriffe auf dem Weller Friedhof beigesetzt."






Robert James (Bobby) Fischer
* 9. März 1943 Chicago, Illinois   † 17. Januar 2008 Reykjavík, Island
Beigesetzt auf dem Christlichen Friedhof der Laugardælir-Kirche, außerhalb der Stadt Selfoss.

Foto zur Verfügung gestellt von Michael Negele.





Stefan Böhm (SC Bayer Leverkusen) an Bobby Fischers Grab




Links:
en.wikipedia.org/wiki/File:Bobby_Fischer_grave.JPG

www.chessville.com/news/fischersgrave.htm Gedenkseiten zu Bobby Fischer







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