Ankündigungen

 




"Valencia, Wiege des modernen Schachs"
Internationales Symposium für
Schachgeschichte und -kultur









von links: Josep Alió, Lothar Schmid, Thomas Thomsen, José A. Garzón,
Ulrich Schädler und José Mª Gutiérrez


Das Symposium in Valencia, das uns einige hocherfreuliche Tage beschert hat, ist nun beendet. Hier das Programm zur Veranstaltung (pdf-Datei; in Spanisch).

Den Wettkampf Karpow – Kasparow konnten wir aus der ersten Reihe des Auditoriums genießen. Auch der Innenstadt von Valencia statteten wir einen Besuch ab, eines unserer Ziele war das Museum der Schönen Künste "San Pio V": dort besichtigten wir nicht nur die außergewöhnlichen Altarbilder und die Gemäldesammlung, sondern auch das Grabmosaik von Severina, dem sich besonders Ulrich Schädler widmete (siehe Fotos unten).




von links: Ulrich Schädler, Alessandro Sanvito und Josep Alió


 



Gruppenbild vom Besuch des Museums San Pio
 







José A. Garzón und Ulrich Schädler am Grabmosaik von Severina






Juri Awerbach, Thomas Thomsen, José A. Garzón,
José Mª Gutiérrez und Josep Alió (im Restaurant)



Übersicht über die wesentlichen Ergebnisse des Symposiums

1. Der Ursprung des modernen Schachs in Valencia und damit Spanien bleibt anerkannt. Einer der bedeutendsten Experten der Welt, der Russe Juri Awerbach, erklärte, dass das Buch von Vicent weltweit das erste war, das mit den neuen Regeln gedruckt wurde (Valencia, 15. Mai 1495). Er wies auch darauf hin, dass die Geburt des modernen Schachs, damals "de la dama" genannt, mit Gewissheit in Valencia stattgefunden hat. Die Beweise wurden zudem von José A. Garzón in der Eröffnungssitzung vorgelegt.

2. Prof. Antoni Ferrando, Professor für Valencianische Linguistik an der Universität von Valencia und ein wahrer Experte dieser Epoche ebenso wie der Werke der drei Dichter des "Schacs d’amor" (Fenollar, Vinyoles and Castellví), bestätigte die Datierung des Gedichts: 20 Jahre vor Vicents Buch.

3. Demgemäß wurde der Ursprung des modernen Schachs in Valencia von der akademischen Welt und von Vertretern der Schachgeschichte bestätigt.

4. In der historischen Tagung, der Runde "Sammeln und Bibliophilie im Schach", gebildet von Lothar Schmid (GM, Besitzer der bedeutendsten Privatsammlung von Schachbüchern), Dr. Thomas Thomsen (Präsident der "C.C.I."), Dr. Ulrich Schädler (Archäologe, Direktor des "Musée Suisse du Jeu"), Josep Alió (KWA-Länderrepräsentant für Spanien, Bibliophiler), José Mª Gutiérrez (Direktor des "C.A.P.E.A." [Club de Ajedrez Postal Español en Alemania]) und moderiert von José A. Garzón (Organisator des Symposiums), wurde beschlossen, die Schaffung eines Internationalen "Von der Lasa"-Preises für die Suche nach Vicents Buch zu fördern. Zuvor war diese Idee bereits von Juri Awerbach unterstützt worden.


Nach Josep Alió, 28.09.2009








Ein weiteres Gruppenbild, hinzugekommen ist Govert Westerveld (dritter von links).




Zur Ergänzung drei ausführlichere Beiträge von Arne Moll auf ChessVibes:

Valencia and the origin of modern chess

Valencia lectures part 1: King Alfonso's Book of Games

Valencia lectures part 2: The amazing story of the lost chess book







Zurück zu "Veranstaltungen"
zum Seitenanfang