Unseren Frühjahrsurlaub im kleinsten deutschen
Mittelgebirge, dem Zittauer
Gebirge, im südöstlichen Zipfel Deutschlands gelegen, konnten
wir zu einem
Tagesausflug in die Stadt Anderssens, Zukertorts und Tarraschs nutzen.
Mein
polnischer Freund Tomasz Lissowski aus Warschau hatte freundlicherweise
angeboten, die weite Anreise (ca. 400 km) in den Westen auf sich zu nehmen,
um uns zusammen mit seinem in Breslau ansässigen Bekannten Ryszard
Wieckowski, der Ehrenvorsitzender des Breslauer Schachverbandes ist, die
traditionsreiche Odermetropole zu zeigen. Zwar war die Anfahrt über
Görlitz und Bunzlaw (polnisch Boleslawiec) und die leider erst einspurig
erstellte Autobahn A4 recht mühsam und das Wetter ziemlich lausig,
trotzdem hat sich der Ausflug in die schlesische Metropole mit fast 700.000
Einwohnern sehr gelohnt.

Michael
Negele und Tomasz
Lissowski
am
Grab Anderssens
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Ein
Ausflug zum Grab von Adolf Anderssen auf dem Friedhof "Osobowicki",
das von den polnischen Schachfreunden in vorbildlicher Weise gepflegt
wird, gehörte ebenso dazu wie ein Rundgang über die "Dominsel"
- der älteste Stadtteil, schon lange keine Insel mehr - und über
den phantastisch restaurierten Marktplatz (Rynek) und den angrenzenden
Salzmarkt - eine großartige Kulisse für das historische
Rathaus.
Weitere Fotos vom Grab in unserer Slideshow. |
Breslau (polnisch Wrocław) wurde im zweiten
Weltkrieg zu 70% zerstört, der
Wiederaufbau der historischen Altstadt hat uns beeindruckt. Einige Bilder
von unserem Rundgang mögen diese einzigartige Kulisse trotz des schlechten
Wetters belegen. (>> Bildergalerie)
Marion
Oeben-Negele in Begleitung unserer Stadtführer,
Tomasz Lissowski und Ryszard Wieckowski
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Mein Dank an Tomasz Lissowski und Ryszard Wieckowski
für die tolle Führung
und die überreichten eindrucksvollen Dokumente, die von den Breslauer
Schachfreunden im Andenken an den großen Schachmeister, der sein
ganzes Leben in Breslau verbrachte, gepflegt werden. Einen bunten Flyer
in Polnisch und eine vierseitige Ausarbeitung
in Deutsch möchte ich diesem Beitrag anfügen.
Die Grabstätte Anderssens (d.h. der gut erhaltene Obelisk und die
Granitplatte) wurde vom ursprünglichen Bestattungsort in die "Allee
der Verdienten" verlagert, eine ursprünglich in Bronze angefertigte
mehrsprachige Gedenktafel wurde unlängst gestohlen (Buntmetall ist
begehrt) und umgehend aus privaten Mitteln durch eine Granittafel ersetzt.
Die kleinen sprachlichen Ungenauigkeiten mögen den sehr engagierten
polnischen Schachfreunden verziehen sein. (M.N.)
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