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Lothar Schmid

Lothar Schmid war ein persönlicher Freund von Ken Whyld, aber zum Erstellen eines Kataloges seiner Sammlung konnte "The Omniscient One" den "Schachspieler, Sammler, Verleger" nicht bewegen. Mit gerade solchem Titel gibt es immerhin in Kleinstauflage (100 Ex.) den Sonderdruck eines Artikels von Marion Faber aus "Librarium, Zeitschrift der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft" Heft I/1980 (23. Jg.), dessen stolzer Besitzer M.N. per Zufall in einem Düsseldorfer Antiquariat wurde. Es ist Nr. 19/100 und gehörte dem verstorbenen Rolf Rönnefahrt, einem Jugendfreund von L.S.
(M.N.)









Titelseite: Schach in Drucken des Barocks
Siegfried Schönle
Schach in Drucken aus der Barockzeit


Nach dem Humanismus hatte sich das künstlerische Zentralgeschehen in den Osten, den alten deutschsprachigen Raum verlagert, zeigte sich in städtischen Kulturen wie z.B. Riga, Dorpat, Reval, Thorn, Danzig, um nur einige anzuführen.

In einer sehr prägnanten und klaren Sprache hat der deutsche Schriftsteller Günter Grass die Barockzeit in seiner lesenswerten Erzählung "Das Treffen in Telgte" (1979) beschrieben.
Der polnische Titel dieser herrlichen Erzählung lautet: "Spotkanie w Telgte" und erschien 1992 in Polen. Und schon im Jahr der deutschen Erstausgabe wurde die Erzählung in die englische Sprache übersetzt: "The Meeting at Telgte".

Vorgestellt werden Drucke des Barocks (1600-1700), in denen das Schachspiel behandelt wird. Darunter sind vor allem Drucke, die gemeinhin nicht als "Schachbuch", wie z.B. der Selenus, betrachtet werden, sondern anderen literarischen Gattungen zugehörig sind. Das Schachspiel wird mit den folgenden Namen in Beziehung gesetzt: Johann Lassenius, Adam Olearius, Luis Garon, Martin Limburger, Georg Philipp Harsdörffer, Christoph Ludwig Dietherr von Anwanden, Julius Wilhelm Zincgref, Laurentius von Schnüffis, Daniel Caspar von Lohenstein, Friedrich Hortleder, Caspar Dornau, Erasmus Francisci, um einige zu nennen. In ihren Werken werden häufig moralische Fragen des Schachspiels behandelt, aber auch Blindschach, Lebendschach, die Bauernumwandlung und andere Aspekte des Schachspiels finden das Interesse der Autoren aus der Barockzeit.
Kassel, 11/2007
Siegfried Schönle
Abb. S.30
 

Abbildung S. 14

Epigramm und Emblem aus: Martin Limburger (1637-1692), Die Betruebte Pegnesis
[Abb. S. 14, Schach in Drucken des Barocks]



 






Henri Serruys

Es ist das Verdienst unseres Antwerpener Ex-libris-Experten, die beiden früheren Publikationen von Karel Falleyn (1992 und 1996) zu dieser Thematik vereint und um 165 neue Exlibris ergänzt zu haben. Insgesamt sind 1350 verschiedene Exlibris mit Schachmotiven enthalten! Listen sortiert nach Katalognummer, Besitzer und Künstler sind überarbeitet und vollständig integriert worden.
Das wunderschön illustrierte Buch kann direkt vom Autor bezogen werden - Henri.Serruys@scarlet.be.

Sein neuestes Werk (gemeinsam verfasst mit Guy Van Habberney) finden Sie in diesem Eintrag.
(R.B.)

Chess Ex-libris Catalogue 2004







A. Alekhine's Chess Games, 1902-46
Leonard M. Skinner

Ein weiteres „gigantisches“ Unterfangen ist die Aljechin-Partiesammlung von Leonard M. Skinner und Robert G. P. Verhoeven, der ich absolute Bewunderung entgegenbringe. Man stelle sich dieses Buch um eine von Ken Whyld geplante ultimative Aljechin-Biographie ergänzt vor – aber dazu ist es nicht mehr gekommen. Ebenso bedauerlich, daß sich Rob Verhoeven mittlerweile gänzlich aus Schachbibliographie und Schachgeschichte zurückgezogen hat. (M.N.)







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