Das Grab von Daniel Harrwitz |
Unserem Mitglied Luca D'Ambrosio
ist es zu verdanken, dass die Schachlexika wieder einmal korrigiert
werden müssen: Luca hat in seiner Heimatstadt Bozen das Grab
von Daniel Harrwitz entdeckt, die dort eingravierten
Lebensdaten von Harrwitz, die von den bislang publizierten abweichen,
sind mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt für das Geburtsdatum
bzw. mit Sicherheit für das Sterbedatum, das durch das Totenbuch
sowie durch einen Eintrag in der Bozner Zeitung verifiziert
wurde. Die neuen Daten lauten:
* 22.02.1821 (Breslau)
† 02.01.1884 (Bozen)
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Eine Zusammenfassung der Recherche-Ergebnisse finden Sie in Edward
Winters Chess Notes No.
6286.
Die Wikipedia-Seite zu Harrwitz enthält bereits die neuen Lebensdaten
- siehe http://de.wikipedia.org/...
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Die Grabstele mit Inschrift |
Des weiteren stellte uns Luca D'Ambrosio einen Artikel aus dem Südtiroler
SportMagazin zur Verfügung (November 2009, S. 28f.): Ein
gelüftetes Schachrätsel, sowie einen Beitrag in Italienisch aus der
Alto Adige: Lo
scacco matto allo scacchista (beides pdf-Dateien); gleichfalls eine
Notiz aus den Dolomiten, 28.09.2009, S. 8: Schachgenie
ist in Bozen begraben (jpg-Datei).
Ein interessantes Detail ist, dass Harrwitz damals in der Gemeinde Zwölfmalgreien
in einem Gasthof (Anschrift: Zollstange 173) zur Miete lebte. Das nachstehende
Bild aus dem Jahre 1914 zeigt das Gebäude, in dem Harrwitz gewohnt
hat. Zu Harrwitz' Zeiten hatte der Gasthof allerdings einen abweichenden
Namen: einer Karte von 1887 ist die Bezeichnung "Gasthof Rainer"
zu entnehmen, drei Jahre zuvor war der Name vermutlich identisch.
1911 wurde die o.g. Gemeinde der Stadt Bozen eingegliedert und die Straßennamen
geändert.
Bild
aus einem Buch mit alten Bozner Ansichtskarten
G. Sessa: Die Stadt Bozen in den Ansichtskarten 1890-1940.
Gardolo: edizioni ARCA, 1989, S. 135
Gasthof Rosengarten, Mühlgasse, 1914 (Ansicht A) |
Das Gebäude liegt unweit vom Bahnhof und wurde im zweiten Weltkrieg
durch Bombardierungen schwer beschädigt. Dennoch blieben einige Teile
des Hauses erhalten und wurden etwa Mitte 1984 unter Denkmalschutz gestellt.
Das Bild der Raiffeisenkasse im SportMagazin zeigt die ehemalige
Außenwand des Gasthofs mit den vier rechteckigen Fenstern und den
grünen Fensterläden.
Gasthaus
Rosengarten
nach den Bombenangriffen im 2. Weltkrieg
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Wir gratulieren Luca D'Ambrosio zu diesem bemerkenswerten Erfolg, zu seinem
später geplanten Harrwitz-Buch wünschen wir gutes Gelingen!
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