Jubilare
des Monats
September 2004 (Fortsetzung)
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In
das nördlichste deutsche Bundesland gehen unsere nächsten Grüße,
Hanspeter Suwe (hps) konnte am 13. September
in Winsen/Holstein seinen 56. Geburtstag feiern. Schon früh hatte
sich der anfängliche Partiespieler dem Problemschach zugewandt, wobei
sich eine besondere Vorliebe für "Rochade-Probleme" entwickelte.
Die Leidenschaft für diese Schachbesonderheit "0-0/0-0-0"
hat ihn nie mehr verlassen, wie u. a. seine Herausgebertätigkeit
(unterstützt von 2 weiteren Mitstreitern) bei König &
Turm seit 2000 bezeugt – wir haben diese Zeitschrift bereits
kurz auf unseren Publikationsseiten
gewürdigt. Einige weitere seiner "Engagements" im Problemschach
können hier nur kurz erwähnt werden: seine "unvollendete"
(weil ungeordnet verbliebene) Sammlung von ca. 14.000 Rochade-Problemen;
seine Redakteurstätigkeit bei der Schwalbe
(Ende 1976 bis 1979) in der Kategorie "Experimentelles Schach"
– so wurde damals zeitweilig das Märchenschach genannt; und
die Herausgabe des Rochade-Magazins "0-0", dieser Vorgänger
von "K & T" erlebte (ab 1978) 11 Ausgaben. Mit historischer
Schachliteratur wurde er erstmals durch den unvergessenen Hamburger Problemisten
Hans Klüver bekannt, für hps der Anstoß,
sich eingehend schachhistorischen Forschungen über die Genese der
Rochade zuzuwenden – auch dies ein Feld, das ihn bis heute beschäftigt.
Beruflich ist hps tätig als Lehrer/Konrektor einer
Grundschule in Norderstedt, und man wundert sich, dass er noch Zeit für
außerschachliche Hobbys findet – hierzu gehören Bergwandern,
Literatur (vor allem Marcel Proust) und Musik (Jazz). Mehr über hps
können Sie durch die Lektüre seines Selbstporträts in Caissas
Schloßbewohner 3 (1986) erfahren, ergänzend hierzu "K
& T" Nr. 3 / 2000, S. 97-98.
Wir kommen nun zu einem der drei Großmeister in KWA-Reihen, Raj
Tischbierek blickte am 24. September auf 42 Jahre zurück.
Der gebürtige Leipziger, der als zweifacher DDR-Meister (1987 und
1990) erfolgreich war, ist später vor allem auf publizistischem Gebiet
hervorgetreten: seit 1991 ist er Chefredakteur der Zeitschrift Schach,
die Anfang 1997 die "vereinigten Magazine" Deutsche Schachzeitung
- Deutsche Schachblätter - Schach-Report absorbierte. Seit 2000
erscheint Schach – Die Zeitschrift mit Tradition und Anspruch
– im Berliner Exzelsior
Verlag, der im Jahre zuvor von Raj Tischbierek gegründet worden
war. Die zeitraubende Redaktionstätigkeit lässt ihm naturgemäß
wenig Zeit für die aktive Teilnahme an Schachturnieren, zumal er
auch noch für seinen Verein SC Kreuzberg in der 1. Bundesliga antritt.
Raj Tischbierek hat als Autor zwei Bücher veröffentlicht: Sternstunden
des Schachs. 30 x Olympia. London 1927 – Manila 1992 (Berlin
1992) – dieses Werk haben wir bei unseren Mitglieder-Publikationen
kurz vorgestellt; sowie das treffliche Turnierbuch zum SKA-Turnier
München 1994 (Berlin 1994). Als Herausgeber und Bearbeiter hat
er zudem die 4-bändige Reihe ATTACKE – Das Beste vom Sowjetschach/Schach
der Sowjets (Berlin 1991-2) mitgestaltet. Vom Exzelsior Verlag sind
bisher zwei interessante Buchprojekte
realisiert worden, wir sind zuversichtlich, dass auch das dritte, nämlich
die von der KWA initiierte/vorbereitete Zukertort-Biographie, auf das
besondere Interesse der Sammler-Gemeinde stoßen wird.
Nur einen Tag später konnte unser neues Mitglied John Donaldson
in San Francisco seinen Ehrentag begehen, er wurde am 25. September 46
Jahre. Noch in diesem Sommer hat ihn unser Sekretär Michael Negele
im Mechanics’ Institute besuchen können, dort nimmt IM John
Donaldson als "Chess Room Director" eine führende Position
ein (Michael wird über diesen Besuch sicherlich noch auf seiner Mitglieder-Website
berichten). Auch dass dieses Institut den ältesten Schachklub der
USA beherbergt - der Mechanics'
Chess Club wurde 1854 gegründet! - sei hier zumindest erwähnt.
Eine kurze Biographie
von John (mit Foto) gibt Aufschluss über die wichtigsten Stationen
seines (Schach-)Lebens und erspart mir weitere Ausführungen. Zahlreiche
Veröffentlichungen in Buchform haben seinen ausgezeichneten Ruf als
Schachautor im In- und Ausland begründet, die hier beigefügte
Liste seiner
bisherigen Schachpublikationen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit!)
beeindruckt nicht allein durch ihren Umfang. Bezeichnend, dass John 1994
in den USA zum Schach-Journalisten des Jahres gewählt wurde ...
Allen Jubilaren herzliche Glückwünsche!
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