Ein
weiterer Jubilar erwartet uns im schwedischen Tyresö (nahe Stockholm),
unser stellvertretender Vorsitzender Peter Holmgren wird
dort am 18. August auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken können.
Wie sein (väterlicher) Freund Rolf Littorin ist Peter vor allem als
Sammler aktiv – auch wenn uns keine genaueren Angaben vorliegen,
dürfen wir seine Sammlung als bedeutend einstufen. Neben seinem Engagement
für die KWA unterstützt Peter Holmgren die skandinavische Schachgeschichtsgruppe
Schackets Kulturhistoriska Sällskap (diese publiziert das online-Magazin
Meddelandeblad),
dort hat er die Funktion des Kassenwartes inne.
Zunehmende berufliche Verpflichtungen (im Marketing einer IT-Firma) sind
verbunden mit einer ausgedehnten Reisetätigkeit, dies lässt
die für Familie und Hobbys verbliebene Freizeit leider immer mehr
schrumpfen: wir hoffen sehr, daß sich dies für seine unbedingt
wünschenswerte KWA-Mitarbeit nicht allzu einschneidend auswirkt.
Für seine zweite Lebenshälfte wünschen wir unserem Freund
Peter viel Glück und Erfolg!
Robert Coffman aus Minnesota kann bereits kurz nach seinem
KWA-Beitritt Glückwünsche in Empfang nehmen, er ist am 20. August
46 Jahre alt geworden. Als Sammler hat er seinen Schwerpunkt auf den Bereich
des Problemschachs verlegt – wir hoffen, bald etwas mehr über
ihn und seine schachlichen Aktivitäten zu erfahren.
Weitere Geburtstagsgrüße gehen nach Lauterberg, eine kleine
Gemeinde im landschaftlich reizvollen Naturpark Hoher Vogelsberg: Schachfreund
Wolfgang Remin konnte dort am gleichen Tag (20.08.) seinen
51. Geburtstag feiern. Auch ihn haben wir vornehmlich als eifrigen Sammler
von älterer deutscher Schachliteratur (Turnierbücher, Zeitschriftenserien)
kennen gelernt, neuerdings hat er sein Interesse ein wenig auf das Problemschach
ausgedehnt, was wir schachlich-kulturbeflissen gerne unterstützen.
Damit ist bereits eine Überleitung zu unserem nächsten Kandidaten
gegeben, der sein Leben weitgehend dem Problemschach – insbesondere
dem Märchenschach – verschrieben hat: bernd ellinghoven
(er schreibt stets mit Kleinbuchstaben) konnte am 24. August in Aachen
seinen 51. Geburtstag feiern. Seit nunmehr 30 Jahren widmet sich -be-
(so sein längst in die Fachliteratur eingegangenes Namenskürzel)
dem heterodoxen Schachproblem, zunächst in der Schwalbe
(Einstieg als Sachbearbeiter 1974), später (ab 1989) als Herausgeber
von feenschach, der zeitschrift für märchenschach
– letztere hatten wir auf unserer Publikationsseite
bereits kurz gewürdigt. Nicht unerwähnt bleiben sollen seine
weiteren publizistischen Aktivitäten (in Kooperation mit Denis Blondel,
Paris): die schwarze FEE=NIX-Buchserie, die in der Qualität ihrer
Ausstattung ihresgleichen sucht und daher eine Freude für jedes Sammlerauge
darstellt, und die FIDE Alben (mit zusätzlichen Annexe-Bänden),
die unter seiner Ägide durch Umgestaltung und Modernisierung erst
zu brauchbaren Nachschlagewerken wurden. Nebenher ist -be- noch als FIDE-Delegierter
sowie als Drucker für die Schwalbe engagiert, nicht zu vergessen
seine zahlreichen Auftritte als Preisrichter in Problemturnieren: bei
all diesen Verdiensten nimmt es fast nicht Wunder, dass er bereits in
seinen Vierzigern zum Ehrenmitglied der Schwalbe gekürt wurde, eine
Auszeichnung, die gemeinhin erst (um die) 80-jährigen "Schwalben"
zuteil wird. Beim Komponieren – auch hierfür bleibt gelegentlich
noch Zeit – hat -be- häufig die Zusammenarbeit mit anderen
namhaften Komponisten gesucht, aus diesen Koproduktionen ist manches Meisterwerk
und Preisproblem hervorgegangen. Einer Erwähnung wert ist auch sein
hochinteressanter Reise- und Forschungsbericht "Kambodschach –
Work in Progress zur Geschichte des Schachspiels in Kambodscha" in
Kambodschanische Kultur, Heft Nr. 8, Berlin 2003, S. 90-122.
Wer noch etwas mehr über -be- erfahren möchte, sollte die treffliche
Laudatio lesen, die Hans Gruber zum 50. Geburtstag unseres „Tausendsassa
des Feenschachs“ verfasst hat (Schwalbe 202, August 2003,
S. 184-186).
Unser französischer Schachfreund Eric Ruch hat am
26. August seinen Ehrentag erreicht, er wird 43 Jahre alt. Eric spielt
seit nahezu 3 Jahrzehnten Schach; nach Gründung einer Familie vor
15 Jahren fehlte ihm letztlich die Zeit, um sich weiter ernsthaft dem
Nahschach zu widmen und er wechselte vollständig zum Fernschach über.
1998 wurde er französischer FS-Meister, danach konzentrierte er sich
auf die internationale Fernschach-Bühne, der FS-IM-Titel folgte in
2001. Inzwischen ist er zum SIM ("Senior-IM") aufgestiegen und
beim ICCF-Kongress 2003 wurde er zum "Qualifications Commissioner"
gewählt. Erics besonderes Interesse gilt der (französischen)
Fernschach-Historie, seine in Vorbereitung befindliche Publikation hierüber
erwarten wir mit Spannung.
Unsere abschließenden Geburtstagsgrüße gehen wieder in
die Niederlande, diesmal nach Utrecht, dort konnte unser Freund René
van der Heijden am 29. August seinen 53. Geburtstag begehen.
Er ist keineswegs verwandt mit seinem Namensvetter Harold v. d. H., wie
manch einer vermuten könnte, aber ebenfalls ein formidabler Sammler,
wovon wir uns bei mehreren (auch spontanen) Besuchen in der sehr gastfreundlichen
Biltstraat überzeugen konnten. Dabei konzentriert sich seine Sammelleidenschaft
nicht nur auf Schachliteratur, sondern auch auf Musik-CDs jeglicher Provenienz
– von den letzteren hat er eine riesige Kollektion in seinen Regalen,
die wohl alles umfasst, was auf diesem Gebiet erhältlich ist. René
ist noch ein wenig als Partiespieler aktiv in seinem Utrechter Schachklub,
aber letztlich setzt auch ihm sein großes Engagement in Beruf (Mathematik-
und Physikdozent) und Familie zeitliche Grenzen.
Allen Jubilaren herzliche Glückwünsche!
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