Ankündigungen

 




Jubilare des Monats
August 2004 (Fortsetzung)


Ein weiterer Jubilar erwartet uns im schwedischen Tyresö (nahe Stockholm), unser stellvertretender Vorsitzender Peter Holmgren wird dort am 18. August auf ein halbes Jahrhundert zurückblicken können. Wie sein (väterlicher) Freund Rolf Littorin ist Peter vor allem als Sammler aktiv – auch wenn uns keine genaueren Angaben vorliegen, dürfen wir seine Sammlung als bedeutend einstufen. Neben seinem Engagement für die KWA unterstützt Peter Holmgren die skandinavische Schachgeschichtsgruppe Schackets Kulturhistoriska Sällskap (diese publiziert das online-Magazin Meddelandeblad), dort hat er die Funktion des Kassenwartes inne.
Zunehmende berufliche Verpflichtungen (im Marketing einer IT-Firma) sind verbunden mit einer ausgedehnten Reisetätigkeit, dies lässt die für Familie und Hobbys verbliebene Freizeit leider immer mehr schrumpfen: wir hoffen sehr, daß sich dies für seine unbedingt wünschenswerte KWA-Mitarbeit nicht allzu einschneidend auswirkt. Für seine zweite Lebenshälfte wünschen wir unserem Freund Peter viel Glück und Erfolg!

Robert Coffman aus Minnesota kann bereits kurz nach seinem KWA-Beitritt Glückwünsche in Empfang nehmen, er ist am 20. August 46 Jahre alt geworden. Als Sammler hat er seinen Schwerpunkt auf den Bereich des Problemschachs verlegt – wir hoffen, bald etwas mehr über ihn und seine schachlichen Aktivitäten zu erfahren.

Weitere Geburtstagsgrüße gehen nach Lauterberg, eine kleine Gemeinde im landschaftlich reizvollen Naturpark Hoher Vogelsberg: Schachfreund Wolfgang Remin konnte dort am gleichen Tag (20.08.) seinen 51. Geburtstag feiern. Auch ihn haben wir vornehmlich als eifrigen Sammler von älterer deutscher Schachliteratur (Turnierbücher, Zeitschriftenserien) kennen gelernt, neuerdings hat er sein Interesse ein wenig auf das Problemschach ausgedehnt, was wir schachlich-kulturbeflissen gerne unterstützen.

Damit ist bereits eine Überleitung zu unserem nächsten Kandidaten gegeben, der sein Leben weitgehend dem Problemschach – insbesondere dem Märchenschach – verschrieben hat: bernd ellinghoven (er schreibt stets mit Kleinbuchstaben) konnte am 24. August in Aachen seinen 51. Geburtstag feiern. Seit nunmehr 30 Jahren widmet sich -be- (so sein längst in die Fachliteratur eingegangenes Namenskürzel) dem heterodoxen Schachproblem, zunächst in der Schwalbe (Einstieg als Sachbearbeiter 1974), später (ab 1989) als Herausgeber von feenschach, der zeitschrift für märchenschach – letztere hatten wir auf unserer Publikationsseite bereits kurz gewürdigt. Nicht unerwähnt bleiben sollen seine weiteren publizistischen Aktivitäten (in Kooperation mit Denis Blondel, Paris): die schwarze FEE=NIX-Buchserie, die in der Qualität ihrer Ausstattung ihresgleichen sucht und daher eine Freude für jedes Sammlerauge darstellt, und die FIDE Alben (mit zusätzlichen Annexe-Bänden), die unter seiner Ägide durch Umgestaltung und Modernisierung erst zu brauchbaren Nachschlagewerken wurden. Nebenher ist -be- noch als FIDE-Delegierter sowie als Drucker für die Schwalbe engagiert, nicht zu vergessen seine zahlreichen Auftritte als Preisrichter in Problemturnieren: bei all diesen Verdiensten nimmt es fast nicht Wunder, dass er bereits in seinen Vierzigern zum Ehrenmitglied der Schwalbe gekürt wurde, eine Auszeichnung, die gemeinhin erst (um die) 80-jährigen "Schwalben" zuteil wird. Beim Komponieren – auch hierfür bleibt gelegentlich noch Zeit – hat -be- häufig die Zusammenarbeit mit anderen namhaften Komponisten gesucht, aus diesen Koproduktionen ist manches Meisterwerk und Preisproblem hervorgegangen. Einer Erwähnung wert ist auch sein hochinteressanter Reise- und Forschungsbericht "Kambodschach – Work in Progress zur Geschichte des Schachspiels in Kambodscha" in Kambodschanische Kultur, Heft Nr. 8, Berlin 2003, S. 90-122.
Wer noch etwas mehr über -be- erfahren möchte, sollte die treffliche Laudatio lesen, die Hans Gruber zum 50. Geburtstag unseres „Tausendsassa des Feenschachs“ verfasst hat (Schwalbe 202, August 2003, S. 184-186).

Unser französischer Schachfreund Eric Ruch hat am 26. August seinen Ehrentag erreicht, er wird 43 Jahre alt. Eric spielt seit nahezu 3 Jahrzehnten Schach; nach Gründung einer Familie vor 15 Jahren fehlte ihm letztlich die Zeit, um sich weiter ernsthaft dem Nahschach zu widmen und er wechselte vollständig zum Fernschach über. 1998 wurde er französischer FS-Meister, danach konzentrierte er sich auf die internationale Fernschach-Bühne, der FS-IM-Titel folgte in 2001. Inzwischen ist er zum SIM ("Senior-IM") aufgestiegen und beim ICCF-Kongress 2003 wurde er zum "Qualifications Commissioner" gewählt. Erics besonderes Interesse gilt der (französischen) Fernschach-Historie, seine in Vorbereitung befindliche Publikation hierüber erwarten wir mit Spannung.

Unsere abschließenden Geburtstagsgrüße gehen wieder in die Niederlande, diesmal nach Utrecht, dort konnte unser Freund René van der Heijden am 29. August seinen 53. Geburtstag begehen. Er ist keineswegs verwandt mit seinem Namensvetter Harold v. d. H., wie manch einer vermuten könnte, aber ebenfalls ein formidabler Sammler, wovon wir uns bei mehreren (auch spontanen) Besuchen in der sehr gastfreundlichen Biltstraat überzeugen konnten. Dabei konzentriert sich seine Sammelleidenschaft nicht nur auf Schachliteratur, sondern auch auf Musik-CDs jeglicher Provenienz – von den letzteren hat er eine riesige Kollektion in seinen Regalen, die wohl alles umfasst, was auf diesem Gebiet erhältlich ist. René ist noch ein wenig als Partiespieler aktiv in seinem Utrechter Schachklub, aber letztlich setzt auch ihm sein großes Engagement in Beruf (Mathematik- und Physikdozent) und Familie zeitliche Grenzen.


Allen Jubilaren herzliche Glückwünsche!


 


Zurück
zum Seitenanfang