Ankündigungen

 




Die KWA tagte in Elbflorenz

Jahrestreffen am 8./9. November 2008


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Tony Gillams Vortrag

Tony Gillam (als Redner)
und Michael Negele (als "Operator" am Laptop)
 



Der folgende Vortrag von Tony Gillam beschäftigte sich mit einem gemeinhin wenig beachteten deutschen Schachmeister, der Titel "Newest research on the smallest German grandmaster" bezog sich auf den Berliner Meister Carl August Walbrodt (1871-1902) und dessen zwergenhaften Wuchs. In Amsterdam geboren (Walbrodts Eltern waren erst kurz vor seiner Geburt aus dem niederrheinischen Wesel in die holländische Metropole gezogen), kam er später nach Berlin, wo er als Mitbesitzer einer "Maschinenbau-Anstalt für Pantographen und Guillochiermaschinen" wohlhabend genug war, um sein Leben weitgehend dem Schach widmen zu können. Sein frühes Ableben ist der Lungen-Tuberkulose zuzuschreiben (wohl im Verein mit einer verschlimmernden Trunksucht), an der er viele Jahre litt.

Dass Walbrodt wirklich ein "Zwerg" war, scheint nach neuesten Erkenntnissen recht sicher; auch Edward Winter hat erst kürzlich in seinen Chess Notes diese Frage tangiert (siehe C.N. 5832 im November 2008).

PS: Recht bemerkenswert erscheint mir, dass sogar in der New York Times vom 4. Oktober 1902 ein Nachruf auf Walbrodt (pdf-Datei) erschienen ist.
Auch über Walbrodt wurde eine Wikipedia-Seite angelegt.






Der vertikalen Bildsequenz (rechts) mag man entnehmen, welch talentierter Redner unser Tony ist - Physiognomie, Mimik, Gestik und Motorik verschmelzen zu einer Einheit !
(>> Bildchen einzeln anklicken)
Tony Gillam
Tony Gillam
Tony Gillam
Tony Gillam
Tony Gillam
Tony Gillam
Tony Gillam




Calle Erlandsson & Jurgen Stigter

Calle Erlandsson (beim Vortrag), assistiert von Jurgen Stigter
 


Calle Erlandsson trug dann als nächster zur "Lachaga-Serie" vor, das Thema war von ihm gemeinsam mit Jurgen Stigter vorbereitet worden. Die bekannte Serie von Turnier- und Wettkampf-Broschüren war über 40 Jahre – 1943 bis 1983 – überwiegend in spanischer Sprache erschienen und wurde von dem Argentinier Milcíades A. Lachaga herausgegeben, sie umfasste insgesamt 158 (155?) Hefte.
Die Präsentationsfolie rechts gibt einen Überblick über die ersten 27 Ausgaben (bitte anklicken).
Lachaga-Serie



Mit dem Lasker-Biographen (Johann) Jacques Hannak beschäftigte sich schließlich Karl Kadletz in einem Vortrag, der vor allem die Auseinandersetzungen um das Turnier Semmering-Baden 1937 thematisierte: Der streitbare Hannak hatte sich mit den Organisatoren überworfen und u.a. in seinem (nicht offiziellen) Turnierbuch die Veranstalter des Panhans-Turniers mit Anfeindungen provoziert (hier die Einleitung / erste Seite aus Semmering - Baden 1937; sowie eine Widmung an Tartakower). Die Gegendarstellung des Turnierkomitees ließ nicht lange auf sich warten ... (Die Rache des EnttäuschtenDeckblatt / Textauszug).
Mit seiner Streitschrift Die Nachtigallen vom Semmering setzte wiederum Hannak zur Gegenoffensive an: hier zwei Textauszüge – erste Seite / letzte Seite (14).
Bereits zehn Jahre zuvor (1927) war Hannak in das Blickfeld der Polizei geraten: infolge einer Klage von Karl Kraus gegen die Redaktion von Arbeit und Wirtschaft, bei der Hannak tätig war, wurde der letztere von der Polizei vernommen und auch eine Hausdurchsuchung angeordnet - hier die Verfügungen und Protokolle sowie der Gerichtsbeschluss.





Gunnar Finnlaugsson
 


Zu vorgerückter Stunde meldete sich noch Gunnar Finnlaugsson zu Wort, der mit einer Gedenkansprache an den verstorbenen Bobby Fischer erinnerte (>> Grabstätte von Bobby Fischer) und mit einem kleinen Bobby Fischer-Quiz dem Publikum einige Nüsse zu knacken gab.



 
Fischer-Quiz Rate-Team

Claes Løfgren, John Donaldson und Calle Erlandsson
beim Bobby Fischer-Quiz




Dinner im SchillerGarten

Beim Abschluss-Dinner im SchillerGarten sah
John Donaldson sehr zufrieden aus.
 



Weitere Fotos vom Sonntagnachmittag und -abend haben wir in diese Bildergalerie aufgenommen.


Ein Wort des Dankes sei an alle gerichtet, die zum Gelingen dieses Treffens maßgeblich beigetragen haben:
An Herrn Jacob als unseren Gastgeber im SchillerGarten ...



Herr Jacob

Herr Thomas Jacob - unser Gastgeber sorgte für einen
angenehmen Aufenthalt und den reibungslosen Ablauf unseres Treffens.



... aber auch an alle anderen Mitglieder, die an der Vorbereitung und Durchführung unseres Treffens mitgewirkt haben oder die mit einem Vortrag unser Schachwissen bereicherten. Dresden 2008 reiht sich würdig ein in die Serie unserer Mitgliedertreffen - San Francisco erwartet unseren Besuch im nächsten Jahr!






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